Stucco veneziano – mediterrane Wandspachteltechnik mit besonderem Glanz

Schon die Römer schwärmten für Venezianischen Putz – auch wenn der “Stucco veneziano” damals noch anders genannt wurde. Mit der aufwändigen Wandspachteltechnik wurden besonders prächtige Villen dekoriert. In der Renaissance wurde das Verfahren zum Non-plus-Ultra der vornehmen Architektur in ganz Europa.

Woraus besteht Venezianischer Putz?

Die auch als “flüssiger Marmor” bezeichnete Technik besticht durch glatte, seidig glänzende Flächen ohne Fugen und Nahtstellen. Traditionell wurde das verwendete Material aus Kalk, feinem Marmormehl und Pigmenten gemischt. Heute bieten Fachhandel und Baumärkte fertige Spachtelmassen aus Acrylpolymeren und unterschiedlichen Füllstoffen, zum Beispiel Gips oder Ton. Während der originale Venezianische Putz über Jahrhunderte beständig bleibt, sind die für den Heimwerkerbedarf hergestellten Kunststoff-Mischungen eher kurzlebig. Richtig angewendet sehen die Wände auch damit zunächst aus wie polierter Marmor oder anderer Naturstein. Aber das Material verblasst innerhalb weniger Jahre und die Oberfläche verliert ihre Glätte.

Wie wird der Putz aufgebracht?

Der typische Glanz des venezianischen Stucks entsteht durch das Aufbringen von mehreren Schichten der Spachtelmasse mit besonderen Werkzeugen, die einen hohen, gleichmäßigen Druck auf die Oberfläche erzeugen. Am Ende kann eine Politur aus Wachs oder einer speziellen Seife verwendet werden. Für die Verarbeitung der traditionellen Materialien braucht man viel Übung und Erfahrung, über die in der Regel nur ein Fachbetrieb verfügt. Auch die Arbeit mit den Acrylmischungen erfordert überdurchschnittliches Geschick.

Bei stucco palladiano erhalten Sie verschiedene Spachtelmassen und weiteres Material sowie Zubehör für die mediterrane Wandgestaltung.

Bild: Bigstockphoto.com / igorr

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