Das Fünfeck-Gartenhaus: Platzsparende Lösung für kleine Gärten
Ein Fünfeck-Gartenhaus nutzt eine Gartenecke. Sein Eingang zeigt schräg in den Garten. Ob es Platz spart, hängt von Grundriss, Außenmaßen und Zugang ab – die fünfeckige Form allein garantiert keinen Vorteil.
Prüfen Sie vor dem Kauf, wie viel Fläche das Haus mit Dachüberstand, Türbereich und Laufweg benötigt. Die Innenmaße zeigen, ob Rasenmäher, Gartengeräte oder Möbel hineinpassen.
Wann ein Fünfeck-Gartenhaus passt
Ein Fünfeck-Gartenhaus eignet sich vor allem für eine Ecke, die sonst kaum nutzbar wäre. Die abgeschrägte Front kann den Eingang zum Garten hin öffnen und wirkt in manchen Grundrissen weniger breit als eine gerade Hauswand. Auch an einem schrägen Weg oder am Rand einer Terrasse kann die Form gut passen.
Entscheidend ist, was an dieser Stelle bereits liegt. Ein Haus kann einen Weg verengen, den Zugang zur Terrasse erschweren oder den Blick auf einen wichtigen Teil des Gartens versperren. Steht es neben einem Beet, brauchen Sie außerdem Platz, um dort weiterhin zu arbeiten. Prüfen Sie daher, ob das Haus in die Ecke passt und Sie sich danach noch bequem durch den Garten bewegen können.
Die Innenaufteilung fällt je nach Modell unterschiedlich aus. Türposition und abgeschrägte Wände bestimmen, wo Regale stehen und welche Gegenstände sich verstauen lassen. Zeichnen Sie den geplanten Inhalt grob ein, bevor Sie sich für eine Grundform entscheiden.
Gartenhaus-Maße richtig vergleichen
Bei Gartenhäusern stehen in Produktbeschreibungen oft verschiedene Maßangaben. Das Sockelmaß beschreibt den Bereich, auf dem das Haus steht. Das Außenmaß kann Dachüberstände einschließen. Grundfläche und umbauter Raum geben wiederum andere Informationen. Die Angaben lassen sich also nicht direkt miteinander vergleichen.
Zwei Produktbeispiele zeigen, warum die Maßangaben schwer vergleichbar sind: Beim Alpholz Sunny-A werden ein Sockelmaß von 180 × 180 cm und rund 4 m² Grundfläche genannt. Die Tiefe einschließlich Dachüberstand beträgt etwa 225 cm. Beim weka Blackmount Angle 229 beträgt das Sockelmaß 209 × 205 cm, während das Gesamtmaß mit 244 × 244 cm angegeben wird. Die Werte stammen von verschiedenen Modellen und beschreiben unterschiedliche Maße. Sie zeigen deshalb nicht direkt, wie viel nutzbare Innenfläche bleibt.
Prüfen Sie vor dem Kauf die Maßzeichnung und den Fundamentplan des konkreten Hauses. Achten Sie besonders darauf, ob die genannten Außenmaße das Dach einschließen und ob ein Anbaudach hinzukommt.
Den Platz vorher abstecken
Am zuverlässigsten prüfen Sie den Platzbedarf direkt im Garten. Markieren Sie den geplanten Grundriss mit Schnur oder Markierfarbe. Berücksichtigen Sie dabei die Außenmaße, nicht nur das Sockelmaß. Zeichnen Sie, falls vorhanden, auch ein Anbaudach ein.
Testen Sie anschließend den Zugang. Lässt sich die Tür vollständig öffnen? Kommen Sie mit einer Schubkarre oder einem Rasenmäher durch? Bleibt rund um das Haus genug Raum zum Reinigen und für spätere Pflegearbeiten? Bei einem Eckeinstieg lohnt es sich besonders, den Laufweg vom Gartentor bis zur Tür abzugehen.
So erkennen Sie auch, ob das Haus eine bislang freie Rasenfläche oder den Weg zu einem anderen Gartenteil einschränkt. Ein passender Grundriss spart nur dann Fläche, wenn der übrige Garten weiterhin gut nutzbar bleibt.
Fundament und Wasser planen
Das Fundament muss zum Modell und zum Untergrund passen. Folgen Sie dafür dem Fundamentplan des Herstellers und bereiten Sie eine ebene, tragfähige Fläche vor. Kleine Gerätehäuser stehen je nach Vorgabe beispielsweise auf einem verdichteten Schotterbett oder auf waagerecht verlegten Betonplatten. Das passt aber nicht zu jedem Fünfeck-Gartenhaus.
Planen Sie auch den Regenwasserabfluss. Dachüberstände und ein Anbaudach beeinflussen, wohin Wasser läuft. Bei einem Holzhaus sollte das Holz nicht dauerhaft direkt mit dem Erdreich in Kontakt kommen. Halten Sie sich bei Aufbau und Abstand zum Boden an die Montageanleitung des Modells.
Lieferumfang und Pflege prüfen
Zwei Häuser mit ähnlichen Außenmaßen können sich beim Lieferumfang deutlich unterscheiden. Beim Alpholz Sunny-A sind laut Produktangaben Fußboden, Fundamenthölzer und Dacheindeckung nicht enthalten. Diese fehlenden Teile wirken sich auf den Kaufpreis und die Vorbereitung des Aufbaus aus. Prüfen Sie deshalb genau, was geliefert wird und was Sie zusätzlich beschaffen müssen.
Auch das Material wirkt sich auf den laufenden Aufwand aus. Holz kann regelmäßige Schutzbehandlungen benötigen. Vergleichen Sie neben dem Kaufpreis auch, wie viel Pflege anfällt, wofür das Haus gedacht ist und welche Ausstattung enthalten ist. Wandstärke und Dachform helfen beim Vergleich. Ziehen Sie dafür auch die konkreten Herstellerangaben heran.
Genehmigung am Standort klären
Für Gartenhäuser gibt es keine einfache Größenregel, die sich ohne Prüfung auf jeden Standort übertragen lässt. Vorgaben hängen unter anderem vom Bundesland ab. Auch die Lage des Grundstücks und die Nutzung spielen eine Rolle. In Kleingartenanlagen gelten zusätzlich deren eigene Regeln.
Fragen Sie vor dem Kauf bei der örtlichen Baubehörde oder Kommune nach. Beschreiben Sie dabei Größe, Standort und geplante Nutzung des Hauses. So klären Sie, welche Vorgaben für Ihr Grundstück gelten, bevor Sie Fundament und Aufbau planen.
